Die Computer Tomografie (CT) ist eine Diagnosetechnik, bei der durch eine Kombination zwischen Röntgenstrahlen und Computer "Schichtbilder" (Querschnittbilder) entwickelt werden. Jede Körperstelle kann dabei aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln auf einem Bildschirm betrachtet werden.
Bei der Untersuchung liegt der Patient in einem kurzenTunnel (genannt Gantry). Innerhalb der Gantry rotiert eine Röntgenröhre um den Körper des Patienten und sendet dabei fächerartig 2-10 mm schmale, pulsierende Röntgenstrahlen durch den Körper. An der gegenüberliegenden Seite des Gantrys fängt ein "Detektor" diese Signale wieder auf.
Letztendlich setzt der angeschlossene Computer aus den gewonnenen Signalen klare und detailreiche Bilder zusammen und projiziert diese auf den Monitor. Beim leistungsfähigen Spiral-CT rotiert die Gantry mit seinem Strahlen - Detektor - System gleichmäßig ca. einmal pro Sekunde. Dadurch gelingt es in kürzester Zeit sehr viele Schichtbilder aufzunehmen. Sogar dreidimensionale Bilder können so vom Computer berechnet werden. Die moderne Computertechnik macht es auch möglich, ganz bestimmte Bildinhalte, zum Beispiel Organe oder Gefäße (CT-Angiografie) isoliert darzustellen.
Der besondere Vorteil des CTs liegt in der geringen Strahlenbelastung für den Patienten. Denn die Röntgenstrahlen werden nur in sehr geringen Dosen und nur für Bruchteile von Sekunden durch den Körper des Patienten geschickt. Dennoch hat das CT zunehmend Konkurrenz von der Kernspin Tomografie (MR) bekommen. Schließlich ist die Kernspin Tomografie nicht strahlenbelastend und liefert - je nach Körperregion - meist deutlich bessere Bildergebnisse.
Aber: Das gilt nicht für jede Körperregion! Zum Beispiel bei der Untersuchung der Nasennebenhöhlen, des Mittelohrs, der Lunge oder bei vielen Fragestellungen im Bauchraum ist die CT der MRT überlegen. Und: Mit dem CT lassen sich viele Fragen der Hirn - oder Wirbelsäulendiagnostik kostengünstiger als mit der MR beantworten. Mit derselben Aussagekraft.